Schlechtwetter steht vor der Tür

Oktober 2nd, 2014

Wenn Saison-Kurzarbeitergeld für Sie ein Thema ist, ist jetzt ein guter Zeitpunkt um zu überprüfen, ob Ihre Schlechtwetterlösung für den 1. Dezember bis 31. März optimal konfiguriert ist.

Sollen alle Mitarbeiter Angaben wie vorgesehene Tätigkeit und witterungsbedingte Ausfallgründe erfassen, oder nur der Polier/Bauleiter für alle auf der Baustelle eingeteilten Mitarbeiter?

Sollen wir nur einstündige Ausfallzeiten mit einer anderen Lohnart versehen, oder diese gleich aus Arbeitszeitkontoguthaben auffüllen?

Entspricht der vorhandene S-KUG-Nachweis den Anforderung der lokalen Arbeitsagentur? In manchen Fällen reicht der Standard-Stundenzettel aus, in anderen Fällen können individuelle Nachweise nötig sein.

Kann Ihre Lohnschnittstelle Schlüsselwerte für Tätigkeit/Ausfallgrund verarbeiten? Wenn ja, aber diese Daten bisher nicht übergeben werden, können wir das ändern.

Müssen Sie schlechtwetterbedingt von uns bezogene Daten nachbereiten? Falls ja, sprechen Sie uns bitte an, möglicherweise können wir helfen den Zusatzaufwand zu reduzieren.

3-Monatsfrist und Hotelrechnungen incl. Frühstück

September 22nd, 2014

Das Frühstück in der Unterkunft, oder auch andere vom Arbeitgeber gewährte Mahlzeiten, werden bei der Berechnung von VMA-Pauschalen bzw. Auslösebeträgen durch Abzüge (20/40% des steuerfreien Satzes) von der VMA-Pauschale abgerechnet. Ohne eigene Reisekostenstelle bzw. Absprache mit dem Finanzamt kann der Aufzeichnungspflicht im Lohnkonto (sowie Bescheinigung “M”) durch Buchung der Abzugsbeträge auf statistische Lohnarten Genüge getan werden.

Ist im Einzelfall die 3-Monatsfrist überschritten oder die Mindest-Abwesenheitsdauer unterschritten, wird in vielen Fällen die vereinbarte Verpflegungspauschale bzw. Auslöse weiterhin ausgezahlt, aber versteuert. Auch hier kann virtic Abzüge für gewährte Mahlzeiten vornehmen, so dass im Lohnkonto ersichtlich ist, dass der Arbeitnehmer für diese Mahlzeiten belastet worden ist.

An Abwesenheitstagen, an denen dem Arbeitnehmer keine steuerfreie VMA-Pauschale ausbezahlt werden kann, aber Mahlzeiten gewährt wurden, können auch Sachbezugsbuchungen (€1.63/3.00) erzeugt werden (zusätzlich oder alternativ zu Abzügen). Diese werden in den Reisekostenabrechnungen der Mitarbeiter nur vermerkt, weil sie die Auszahlungsbeträge nicht beeinflussen, und dann beim Export der Buchungen an die L&G-Applikation ausgeführt.

Die Reisekostenreform 2014 ist jetzt 9 Monate alt, aber nur sehr wenige unserer Kunden haben bislang Gebrauch von den oben skizzierten Buchungsoptionen gemacht. In vielen Fällen ist das aufgrund der einfachen Abrechnungspraxis nicht nötig, z.B. wenn ausschliesslich steuerfreie VMA bezahlt wird und grundsätzlich keine Mahlzeiten gewährt werden.

Oft ist die Abrechnungsrealität aber komplexer als angenommen, d.h. nicht erwartete Ausnahmen tauchen irgendwann doch in den Abrechnungen auf. Ob das tatsächlich der Fall ist, kann in der Reisekostenabrechnung mit der Auswertung VMA Mahlzeitenabzüge (M) für das aktuelle Jahr ermittelt werden. Dieser Bericht gibt Auskunft über gewährte Mahlzeiten unabhängig von der Abzugspraxis, und kann als Einstieg in die Prüfung auf deren ordnungsgemässe Abrechnung verwendet werden.

Wenn diese Prüfung ergibt, dass Handlungsbedarf besteht, sprechen Sie uns bitte an bevor Sie manuelle Korrekturen buchen. Nicht nur können wir u.U. bei Nachbuchungen behilflich sein, wir möchten gerne für Sie auch einen Korrekturbedarf in der Zukunft ausschliessen, indem wir die benötigten Buchungsautomatiken einrichten.

(Bei der Beurteilung der Abrechnungsfälle selbst können wir Ihnen leider nicht bzw. nur wenig helfen, aber selbstverständlich stehen wir Ihrem WP/StB jederzeit für Auskünfte und Fragen zur Verfügung.)

Doppelbesteuerungsabkommen - Ermittlung der Aufenthaltstage nach der 183-Tage-Regel (Monteurklausel)

Juni 30th, 2014

Zusätzlich zur automatisierten Ermittlung des täglichen Aufenthaltslandes aus der Zeiterfassung, sowie der Auslöse-/Reisekostenabrechnung in der auch arbeitsfreie Abwesenheitstage berücksichtigt sind, können auch nicht-entgeltrelevante Aufenthalte im Ausland erfasst werden.

Die Informationen aus beiden Quellen gehen in eine Statistik ein, aus der jederzeit erkannt werden kann, ob für einen Mitarbeiter in einem Kalender-/Steuerjahr (oder 12-Monatszeitraum) ein Tätigkeitsstaat, mit dem ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) besteht, ein Besteuerungsrecht erhält.

Als Hilfestellung zur Aufteilung des Arbeitslohns werden die Aufenthaltsländer tagesgenau incl. Lohn- und Arbeitsstunden, Feiertage, Urlaube und andere Fehlzeiten, sowie falls angefallen Kurzarbeit und/oder Saison-KUG (Schlechtwetter), zur Verfügung gestellt, so dass mit diesen Daten sowohl auf vereinbarte als auch auf tatsächliche Arbeitstage abgestellt werden kann.

Diese Statistik kann übrigens auch anderen Zwecken, wie z.B. Erstattungsanträge für die Winterbeschäftigungs-Umlage bei Auslandseinsatz u.s.w., dienen.

Neben belastbaren und fast ausschliesslich automatisch ermittelten Informationen durch das Zusammenführen aller relevanten Datenquellen in der Zeitwirtschaft kann die Personalabrechnung auch die Kontierung im Export der Zeitwirtschaftsdaten an die L&G-Applikation steuern. Mitarbeiterbezogen können ab den relevanten Stichtagen Umsetztabellen für Lohnarten etc. aktiviert werden. Dabei kann auch eine Neukontierung der Vergangenheit auf Basis aktueller Aufenthaltsdaten erzeugt werden.

Wenn Sie Interesse an einer solchen Arbeitserleichterung haben, wenden Sie sich bitte an unseren Kundendienst.

Neben der manuellen Erfassung nicht-entgeltrelevanter Auslandsaufenthalte können solche Informationen auch aus geeigneten kundeneigenen Systemen übernommen werden, und bei Bedarf geben wir auch die zusammengeführten Ergebnisse über automatisierte Schnittstellen an andere Applikationen ab.

Ausgaben unterwegs - (k)ein Albtraum

April 10th, 2014

Der Informations- und Belegfluss bzgl. Auslagen und Reisekosten von Mitarbeitern, die in der ganzen Welt herumreisen, ist naturgemäß durch die Abhängigkeit von der Schneckenpost ein Problem. Keine Buchung ohne Beleg, aber der ist zum Abrechnungsstichtag bestenfalls in der Post, im schlimmsten Fall noch in der Brieftasche des Mitarbeiters. Eine zeitnahe projektbezogene Einsicht in oder gar Weiterbelastung von solchen Kosten fällt meist in die Kategorie ‘wishful thinking’.

Nicht mehr. Wer die virtic Zeitwirtschaft mit mobiler Zeiterfassung bereits international einsetzt, schätzt nicht nur die Möglichkeit, alle Reise- und Arbeitszeiten, Spesen/Auslösen etc. am Monatsersten fertig kostenträgergenau kontiert in die Lohn- und Gehaltsabrechnung importieren zu können. virtic hat die Prozessunterstützung bzgl. beleghafter Buchungen gründlich überarbeitet und bietet nun eine Lösung an, die keinerlei Infrastrukturkosten verursacht, weil die reisenden Mitarbeiter bereits über ein Mobiltelefon für die Zeiterfassung verfügen.

Unterwegs

Der Mitarbeiter erfasst zusätzlich zu einem Zeitstempel je Ausgabenbeleg den Betrag in Landeswährung, und optional — wenn Smartphones oder Tablets statt konventionellen Tastentelefonen verwendet werden — die Belegnummer oder einen Kommentar. Datum, Projektbezug etc. stehen bereits aus der Zeiterfassung zur Verfügung. Über eine kundenspezifisch vorkonfigurierte kontextabhängige Auswahlliste kann mit einem tab/click nicht nur zwischen Kostenarten, sondern auch Zahlungsmitteln (bar, private vs. Firmenkreditkarte …) oder Erstattungs- und Weiterberechnungsfähigkeit entschieden werden. Auch Transaktionskosten wie z.B. 1% Aufschlag beim Einsatz einer privaten Kreditkarte können abgebildet werden.

Simpel und schnell: Währung, Betrag, optional Notiz eingeben — Senden. Einschließlich der Verpackung des Beleges in einen vorbereiteten Umschlag dauert das keine Minute, erspart nachgelagerten Prozessbeteiligten Zeit und Mühe, und stellt die schnellstmögliche Erstattung von Barauslagen an den Mitarbeiter sicher.

Zuhause

Millisekunden nach der Eingabe des Mitarbeiters können dessen Informationen an der Heimatfront in Eigenwährung verwertet werden. Projektleiter, Personalabrechnung und Finanzbuchhaltung verfügen sofort über die benötigten Daten, nicht nur in den browserbasierten virtic-Anwendungen, sondern — transportiert über automatisierte Schnittstellen — auch in anderen Applikationen. Diese Übersicht in quasi-Echtzeit ermöglicht zeitnahe Kostenkontrolle, erlaubt frühzeitige Steuerungsmaßnahmen, garantiert schnelle Auslagenerstattung mit der Lohn-/Gehaltsabrechnung und damit oftmals geringere Reisekostenvorschüsse; all das in aller Regel Wochen bevor die auf Papier ausgefertigten Belege, Kreditkartenabrechnungen etc. im Rechnungswesen eintreffen.

Offen bleibt das Problem ‘keine Buchung ohne Beleg’? Es darf schließlich nicht passieren, dass solche in der Ferne mobil erfassten ungeprüften Informationen vollautomatisch in der Finanzbuchhaltung einlaufen. Hier unterstützt virtic einen pragmatischen Lösungsansatz, in dem allen Prozessbeteiligten die Abwicklung des Belegflusses erleichtert wird, die vom Mitarbeiter erfassten Kosten nur und genau dort sofort verwendet werden, wo es Sinn macht, und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung eingehalten werden.

Verfahren

An Projektabwicklungs-Applikationen werden alle erfassten Daten sofort weitergeleitet, ggf. auch erneut nach Editierung bzw. Freigabe in der Verwaltung. Hierbei wird ein eindeutiger Schlüsselwert abgegeben, mit dem später über die Belegnummer in Rückläufen aus dem Rechnungswesen ein Abgleich zwischen erfassten und final gebuchten Beträgen und deren Kontierung erfolgen kann, z.B. in der Verrechnung mit Akontorechnungen bei der Weiterbelastung an den Kunden.

Der Personalabrechnung werden nur die Auslagen zur Verfügung gestellt, die tatsächlich zu einer Erstattung an den Mitarbeiter führen sollen, ggf. ersetzt durch vereinbarte Pauschalen oder auch gekappt nach hinterlegten Grenzwerten. Hierbei werden für Auslagen und evtl. hinterlegte Transaktionskostenaufschläge Lohnarten verwendet, die als Spesenvorschuss geschlüsselt sind.

Für alle so abgerechneten Auslagenbeträge wird im System eine Checkliste geführt, in der der Mitarbeiter über seinen persönlichen virtic-Zugang jederzeit online seine offene Belegschuld einsehen kann. Zudem sieht der Mitarbeiter während der laufenden Abrechnungsperiode (im aktuellen Monat) eine Vorschau auf die nächste Abrechnung, einschließlich der automatisch ländergenau ermittelten Spesen (Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungsgelder) bzw. Auslösen, Kilometergelder, Nacht- und sonstige Zuschläge, Zulagen usw., und kann alle früheren Abrechnungen abrufen.

Der tatsächliche Belegeingang wird je nach Aufschlagspunkt in der Personalabrechnung oder der Finanzbuchhaltung mit einem Mausklick an den Mitarbeiter quittiert, und ggf. kommentiert. Danach erfolgt die Belegprüfung, Kontierung und Umbuchung (aus dem Spesenvorschuss basierend auf der Eigenerfassung wird eine Kostenerstattung) an einer einzigen zentralen Stelle, das nötige Fachwissen muss nicht (mehr) dezentral vorgehalten werden.

Über die Buchhaltungs-Version der Beleg-Checkliste kann nicht nur der Belegeingang vermerkt, sondern auch festgestellt werden, welche Belegschulden in Verzug und ggf. an den erfassenden Mitarbeiter zurückzubuchen sind, also i.d.R. zu einem Abzug auf der nächsten Gehalts-/Lohnabrechnung führen sollen.

Der Charme dieses Verfahrens ist, dass es in aller Regel mit den vorhandenen Standardschnittstellen der L&G-Anwendung in Betrieb genommen werden kann, und ansonsten nur organisatorische Maßnahmen erfordert. Es führt sofort zu Verbesserungen im Ablauf, und bietet mittelfristig Eigenentwicklungen und/oder Customizing von Standardprodukten viele Ansatzpunkte für weitere Automatisierung und Optimierung.

Fremdwährungen

virtic verwaltet Währungen unter den genormten Kürzeln und bezieht tägliche Umrechnungskurse aus Quellen wie z.B. der EZB (Eigenwährung Euro) oder der ESTV (Eigenwährung Schweizer Franken).

Für jeden einzelnen Kunden können aus diesem Bestand die benötigten Währungen übernommen, und für jeden Umrechnungskurs eine der verfügbaren Kurs-Quellen abonniert werden. Auf Wunsch versenden wir automatisierte e-Mails bei bestimmten Kursänderungen.

Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen in Eigenwährung erfolgt dann zuverlässig mit dem ausgewählten Tageskurs. Selbst wenn eine Währung nicht eingerichtet wurde, virtic aber einen passenden Kurs im Gesamtsystem findet, kann spontan umgerechnet werden.

Mit dem Währungsumrechner im Kundenmenü können diese Umrechnungen für jedes beliebige Datum der Vergangenheit genau nachvollzogen werden (Kurs, Quelle, Bezugszeit, Methode …). Außerdem können dort Tageskurse jederzeit in Büroanwendungen wie Tabellenkalkulation etc. übernommen werden.

Falls eine passende öffentliche Quelle für bestimmte Umrechnungskurse nicht existiert oder von einer Quelle nicht automatisch Kurse bezogen werden können, bzw. wenn virtic die in einem ERP-System oder im Rechnungswesen geführten Kurse verwenden soll, steht ein Webservice zur Verfügung, mit dem kundenspezifische Umrechnungskurse rund um die Uhr angeliefert werden können. Manuelle Eingaben sind nicht nötig.

Selbstverständlich funktioniert das auch in der anderen Richtung. Über den Webservice können auch die aktuellen Kurse von virtic bezogen und in Inhouse-Systeme übernommen werden.

Um die virtic-Umrechnung mit den (angelieferten) Kursen automatisiert überprüfen zu können, steht auch die Währungsumrechnung als Webservice zur Verfügung. Dieser Service ermöglicht zudem die Nutzung der virtic-Umrechnungsroutinen in anderen Applikationen des Kunden, die selbst keine entsprechende Funktionalität bieten.

Reisekostenreform 2014: Handlungsbedarf

Oktober 31st, 2013

Die vollautomatisierte Ermittlung von auszuzahlenden Spesen- bzw. Auslösebeträgen (Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungsgeld) aus den Zeiterfassungsdaten Ihrer Mitarbeiter erfolgt ab 1.1.2014 nach dem neuen Reisekostenrecht. Die Änderungen haben wir umgesetzt, und wenden sie auf alle Reisetage nach dem 31.12.2013 an.

Informationen zur Reisekostenreform finden Sie z.B. im kostenlosen LOHN+GEHALT Sonderheft (Beilage zur Ausgabe September 2013).

Die Umstellung selbst erledigen selbstverständlich wir, dennoch müssen Sie sich bitte mit dem Thema beschäftigen und uns ggf. über von Ihnen benötigte Änderungen informieren.

Die wichtigsten Änderungen haben wir unten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aufgelistet. Bitte prüfen Sie, ggf. mit Ihrem steuerlichen Berater, ob Sie weitere Anforderungen an die virtic Reisekostenabrechnung haben.

Erste Tätigkeitsstätte / auswärtige Tätigkeit

Falls in Einzelfällen die heutige “regelmässige Arbeitsstätte” nicht der neuen “ersten Tätigkeitsstätte” entspricht, müssen wir für die betroffenen Mitarbeiter z.B. die Erkennung von Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anpassen. Trifft das für Sie zu, informieren Sie uns bitte noch im Dezember 2013, damit wir für die betroffenen Mitarbeiter die Erfassungsdialoge per 31.12.2013 umstellen können und keine manuellen Eingriffe in 2014 nötig werden.

Verpflegungspauschalen

Die dreistufige Staffelung der steuerfreien VMA-Pauschalen (ab 8, 14, 24 Stunden mit 6.00, 12.00, 24.00 Euro bzw. die jeweiligen Auslandspauschalen) wird ab 2014 ersetzt durch 12.00 Euro ab 8 Stunden Abwesenheit bei eintägigen Abwesenheiten und Reisen ohne Übernachtung von ‘heute bis morgen’, 12.00 Euro an den An- und Abreisetagen mehrtägiger Reisen (incl. 2-tägige Reisen mit einer Übernachtung) ohne Prüfung der Abwesenheitsdauer, und 24.00 Euro an vollen 24-stündigen Abwesenheitstagen zwischen An- und Abreise.

Diese Regelung wenden wir ab 2014 zur Ermittlung der steuerfreien und pauschal sowie voll versteuerten Anteile ausgezahlter Spesen an, unabhängig davon welche Beträge tatsächlich abgerechnet werden. Wenn wir also z.B. gemäss einer Betriebsvereinbarung Nah- und Fernauslöse mit den dort festgelegten Beträgen abrechnen, ändert sich im nächsten Jahr nur die Splittung dieser Beträge nach den Lohnarten VMA-steuerfrei, VMA-pauschal versteuert und VMA voll versteuert.

Wenn wir angelehnt an die bisherigen steuerfreien VMA-Pauschalen ab 8 Stunden Abwesenheit 6.00 Euro, ab 14 Stunden Abwesenheit 12.00 Euro und bei 24 Stunden 24.00 Euro abrechnen, benötigen wir zwingend von Ihnen eine Information zur Verfahrensweise ab Januar 2014, da wir nicht beurteilen können, ob Sie die Auszahlung der jeweils gültigen steuerfreien VMA-Pauschalen vereinbart haben, oder ob diese Pauschalen in Betriebsvereinbarungen oder Arbeitsverträgen betragsmässig festgeschrieben sind.

Wir können die alte dreistufige Staffel für die Berechnung der Pauschalen beibehalten, und diese Beträge gemäss der neuen zweistufigen Staffel verbuchen: z.B. bei 9 Stunden Abwesenheit Auszahlung 6.00 Euro steuerfrei, ggf. Verrechnung des an diesem Reisetag nicht ausgeschöpften steuerfreien Maximums von 12.00 Euro mit 6.00 Euro an einem anderen Tag des Monats, an dem VMA-Pauschalen zu versteuern sind. Oder wir können die Berechnung und Verbuchung ab 2014 auf die neuen Pauschalbeträge umstellen: z.B. bei 9 Stunden Abwesenheit Auszahlung von 12.00 Euro steuerfrei.

Selbstverständlich können wir auch jede andere Variante abbilden, wenn Sie die Reisekostenreform zum Anlass für eine Neufestsetzung Ihrer Auslöse- bzw. Spesenpauschalen nutzen wollen.

Bitte beachten Sie, dass die ‘Fernfahrerregel’ für Übernacht-Abwesenheiten zwischen 16:00 und 08:00 des Folgetages ohne Übernachtung durch eine ‘Mitternachtsregel’ ersetzt wird, in der ohne Uhrzeitbegrenzung Übernacht-Abwesenheiten ohne Übernachtung als eintägige Abwesenheit betrachtet werden, die auf den Kalendertag mit dem grösseren Anteil an Abwesenheitsstunden zu buchen sind. Diese Änderung kann sich insbesondere bei Nachtarbeit und im Wechselschichtbetrieb auch auf die Berechnung der Pauschalen auswirken, sowie ggf. ab 2014 zu einer Änderung der Versteuerung gegenüber heute führen.

Dreimonatsfrist

Zukünftig ist der Anlass einer Unterbrechung der Arbeit auf der gleichen Tätigkeitsstätte nicht mehr relevant, eine Unterbrechung von vier Wochen, egal aus welchem Grund, bewirkt einen Neubeginn der Frist. Weiterhin können Sie in diesen Fällen entscheiden, ob die VMA-Anteile der Auslösebeträge versteuert oder abgezogen werden, sobald die Dreimonatsregel eintritt.

Mahlzeitenabzüge

Abzüge für Frühstück in Hotelrechnungen oder Bewirtung bei Schulungen u.s.w. müssen ab dem nächsten Jahr im Lohnkonto geführt und bescheinigt werden (s. Neue Bescheinigungspflicht ‘Grossbuchstabe M’). Um manuelle Nachbuchungen bzw. Neuverarbeitung abgeschlossener Lohnabrechnungsperioden zu vermeiden, teilen Sie uns bitte rechtzeitig vor dem Januar-Monatsabschluss mit, ob und wenn ja auf welche Lohnarten wir Abzugsfälle buchen sollen. Nähere Informationen zum Verfahren finden Sie hier, bitte nehmen Sie diesbezüglich Kontakt mit Ihrem L&G Softwareanbieter auf, oder bitten diesen sich mit uns in Verbindung zu setzen.

 

Für weitere Informationen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Individuelle Fehlermeldungen und Warnungen in der Ereignisliste

Oktober 14th, 2013

Wie angekündigt können die Hinweise in der Ereignisliste nun individualisiert werden. Das kann generell, oder über Organisationseinheiten, sowie falls nötig sogar per Mitarbeiter geschehen.

Für jeden Hinweis zu einer Mitarbeiterbuchung können Sie entscheiden, ob

  • der Hinweis für Sie hilfreich ist oder nicht, wenn nicht wird er unterdrückt
  • der Hinweis als Fehler oder als Warnung angezeigt werden soll
  • der Hinweistext an Ihren Sprachgebrauch angepasst werden soll
  • der Hinweis nach Freigabe des Ereignisses durch einen Vorgesetzten noch angezeigt werden soll oder nicht
  • der Grenzwert (wie z.B. Schicht dauert länger als 10/12 Stunden) für Sie sinnvoll ist, und/oder ob Sie zusätzliche Hinweise für bestimmte Schichtdauern benötigen

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Anpassungswünschen an unseren Support.

Erste Erweiterung zur Reisekostenreform 2014 - Bescheinigung M

Oktober 8th, 2013

Die folgende Gesetzesänderung hat ab 1.1.2014 Einfluss auf den Datenaustausch zwischen der virtic Zwitwirtschaft und Ihrem L&G-Programm, oder erfordert zusätzliche Eingaben dort:

Neue Bescheinigungspflicht ‘Grossbuchstabe M’
Im Lohnkonto und in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung hat der Arbeitgeber den Grossbuchstaben ‘M’ aufzuzeichnen bzw. zu bescheinigen, sofern der Arbeitnehmer verpflegt worden ist, auch dann wenn eine Verpflegungspauschale nicht gewährt werden kann und so eine Kürzung ausscheidet. (Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer)

In der virtic Zeiterfassung können gewährte Mahlzeiten seit jeher aufgezeichnet (vom Mitarbeiter erfasst oder vom Vorgesetzten/Lohnsachbearbeiter nachgetragen) werden. Bei der Reisekostenabrechnung werden die Kürzungsbeträge für Frühstück (€4,80), Mittag- und Abendessen (je €9,60) von der Verpflegungspauschale in Abzug gebracht (bei Auslandsreisen der für das Reiseland und ggf. Region gültige Abzugsbetrag). Im Buchungssatz für Ihre L&G-Applikation wird der auszuzahlende Betrag übergeben.

Ab der Lohnabrechnungsperiode Januar 2014 werden wir auf Wunsch für diese Fälle spezielle Lohn-Buchungssätze erzeugen, die in der L&G-Anwendung Lohnarten ansprechen, die nicht auszahlungsrelevant sind, so dass die neue Aufzeichnungs- und Bescheinigungspflicht ohne manuelle Nacherfassung erfüllt werden kann.

Buchungen können tagesgenau mit einer seperaten Lohnart pro Mahlzeitabzug (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) erzeugt werden. Eine Buchung erfolgt auch dann, wenn eine gewährte Mahlzeit zwar erfasst, aber nicht oder nicht vollständig abgezogen wurde, weil z.B. der Kürzungsbetrag die VMA-Pauschale überstieg, oder gar keine VMA-Pauschale abzurechnen war. Als Buchungsbetrag kann je nach Anforderung des Lohnprogramms der tatsächliche Kürzungsbetrag mit Vorzeichen nach Wahl, oder generell Null eingerichtet werden.

Alternativ dazu bieten wir bei Bedarf eine neue Schnittstelle an, in der die Abzugsfälle mit weiteren Informationen wie z.B. dem 24-Stunden-VMA-Satz nach Reiseziel und der vorgesehene Abzugsbetrag per Mahlzeit zusätzlich enthalten sind.

Bisher haben wir noch von keinem Softwarehaus nähere Informationen über das geplante Handling vorliegen. Bitte nehmen Sie deshalb Kontakt mit Ihrem Softwareanbieter oder Dienstleister auf, um zu klären, wer was bis wann zu veranlassen hat.

Auch wenn es in einigen Fällen nicht bis Januar 2014 gelingt, diese Informationen über Schnittstellen einzulesen, können Sie die Daten abrufen. Die Reisekostenabrechnung wurde um einen neuen Bericht “VMA Mahlzeitenabzüge (M)” erweitert. Die Datenausgabe kann auch in Austauschformaten wie CSV oder XML erfolgen.

Bescheinigung für den Lohnsteuerausgleich

April 9th, 2013

Über den persönlichen virtic Zugang kann jeder Mitarbeiter prinzipiell die Daten über Abwesenheitszeiten und steuerfrei bezahlte VMA-Pauschalen einsehen, und damit z.B. die Differenz zwischen den ausgezahlten steuerfreien VMA-Pauschalen gemäss der Lohnsteuerbescheinigung und dem maximal steuerfrei Möglichen berechnen.

Zusammen mit Kunden, die hier eine Vereinfachung wünschten, haben wir dazu in der Reisekostenabrechnung einen neuen Report “Reiseziel-Überblick” konzipiert. In diesem werden (optional tagesgenau) alle Abwesenheitszeiten (Dienstreisen, Montageeinsätze, …) des Mitarbeiters mit Einsatzort(en) und (gemäss Betriebsvereinbarung/Arbeitsvertrag/… berechneten) steuerfreien VMA-Pauschalen aufgeführt. Dieser Report kann als Bescheinigung mit individuellem Titel als PDF Dokument erzeugt, und dann ausgedruckt im Standard-Fensterumschlag an die Mitarbeiter versandt werden.

Unter der Auflistung aller dienstlich veranlassten Abwesenheiten des Mitarbeiters, die sich aus den Zeiterfassungsdaten bestimmen, werden folgende Jahreswerte ausgegeben:
• Anzahl der Reisetage mit Abwesenheit bis 8 Stunden
• Anzahl der Reisetage mit Abwesenheit über 8 Stunden bis 14 Stunden
• Anzahl der Reisetage mit Abwesenheit über 14 aber weniger als 24 Stunden
• Anzahl der Reisetage mit Abwesenheit von 24 Stunden
• Summe steuerfrei ausgezahlter VMA-Pauschalen

Die ‘Summe steuerfrei ausgezahlter VMA-Pauschalen’ setzt sich zusammen aus den VMA-Pauschalen, die aus der hinterlegten Spesentabelle berechnet wurden, sie enthält noch keine Verrechnungen (s.u.).

Im einfachsten Fall, wenn grundsätzlich nur das maximal steuerfrei Mögliche ausgezahlt wird, ist dieser Betrag gleich der Summe der Multiplikationen der Reisetage ab 8 Stunden Abwesenheit mit den jeweils gültigen steuerfreien Pauschalen, und sollte mit der Zeile 20 der Lohnsteuerbescheinigung ‘Steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit’ übereinstimmen (wenn nicht im L&G-Programm die betreffende Lohnart manuell bebucht wurde, ergibt sich dieser Wert aus den von virtic an die L&G-Applikation exportierten Buchungssätzen).

Es ist aber leider nicht immer so einfach. In vielen Unternehmen werden auch Spesen bezahlt, wenn die Abwesenheit unter 8 Stunden liegt, oder es wurden Auslösebeträge vereinbart, die die steuerfreien VMA-Pauschalen über- oder unterschreiten.

In diesen Fällen erfolgt die Berechnung des VMA-Anteils nach der individuellen Spesenvereinbarung, und wird gemäss der Tages-Abwesenheit des Mitarbeiters in steuerfreie, pauschal versteuerte und voll versteuerte Anteile gesplittet. Die obige ‘Summe steuerfrei ausgezahlter VMA-Pauschalen’ enthält dann (wie der optionale tagesgenaue Ausweis) nur diese steuerfreien Teilbeträge, und kann deshalb ausgeblendet werden.

Tagesgenau wird in der steuerlichen Betrachtung bereits auf ggf. steuerfrei auszahlbare aber nicht vereinbarte Übernachtungsgelder zugegriffen. Ausserdem können z.B. Kilometergelder bei Dienstfahrten mit Privat-PKWs, die nicht oder mit weniger als dem steuerfreien KM-Satz erstattet werden, in die Betrachtung einfliessen. Am Monatsende erfolgt dann noch ein Abgleich, in dem nicht ausgeschöpfte steuerfreie Tages-Maxima zur Umbuchung von ursprünglich voll oder pauschal versteuerten Spesen aus anderen Tagen des Monats herangezogen werden.

Diese voll automatisierte Ausschöpfung solcher Verrechnungsmöglichkeiten 1) führt dazu, dass der Jahres-Saldo der Lohnart ‘VMA steuerfrei’ nicht mit der obigen ‘Summe steuerfrei ausgezahlter VMA-Pauschalen’ übereinstimmt. Deshalb kann optional der von virtic an die L&G-Anwendung exportierte 2) Saldo jeder von virtic bebuchten Lohnart in einem seperaten Summenblock ausgegeben werden.

Beispiel (Lohnartennummer, Bezeichnung der Lohnart, Betrag):

Alle Reisekostenerstattungen:
200 - VMA-Zuschüsse steuerfrei: 600,00
201 - VMA-Zuschüsse pauschal versteuert: 600,00
202 - VMA-Zuschüsse versteuert: 450,00
203 - Übernachtungsgelder steuerfrei: 200,00
204 - KM-Geld Dienstfahrten mit privatem Fahrzeug: 0,00

In jedem Fall gilt, dass die ‘Wahrheit’ nur aus dem Lohnprogramm kommen kann. Manuelle Buchungen nach der Datenübernahme von virtic oder eine unterjährige Einführung der virtic Reisekostenabrechnung führen zu Abweichungen. Wir können nur unsere Rechenergebnisse und deren steuerliche Aufteilung ausweisen. Deshalb müssen solche Bescheinigungen vor Ausgabe sorgfältig geprüft werden. Das kann, wenigstens mit Stichproben, jederzeit schon innerhalb des Jahres vor dem Jahresabschluss erfolgen, um den Prüfungsaufwand am Jahresanfang zu minimieren.

Wenn Sie Interesse an dieser Erweiterung haben, oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenbetreuer. Zum jetzigen Zeitpunkt steht diese Erweiterung erst einmal nur unseren Kunden mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland zur Verfuegung.


1) Die genaue Berechnung kann detailliert in den Reisekostenabrechnungen bzw. der Ausgabe der Reisekostenbuchungen sowie in der Export-Primanota nachvollzogen werden. Diese Berichte können nach dem Monatsabschluss als PDF Datei archiviert werden. Auf Wunsch kann auch eine individuelle Primanota erzeugt werden, in der die Lohn-Buchungssätze bestimmter Lohnarten so herausgestellt sind, dass auch komplexe Betriebsvereinbarungen übersichtlich und nachvollziehbar dargestellt werden können.

2) Dafür ist es notwendig, bei den Monatsabschlüssen die Export-Buchungssätze zu speichern. Das kann auch nachträglich erledigt werden, falls es bisher nicht erfolgt ist.

Spesenvorschau, quo vadis?

Juni 5th, 2012

Aus der Lektüre von server log files (Aktivitätsprotokollen) haben wir gelernt, dass offensichtlich hier und da die Spesenvorschau im Prozess der Auslöse-/Reisekostenabrechnung als “Spassbremse” eingesetzt ist. Deshalb hier ein kurzer Abriss:

‘Spesenvorschau’ vs. ‘Reisekosten Abrechnen’ beim Monatsabschluss

Wir empfehlen folgendes Vorgehen:

  1. Sobald die Reise- und Arbeitszeitbuchungen der Mitarbeiter (einer Organisationseinheit) komplett bearbeitet und ggf. freigegeben sind, kann die Reisekostenabrechnung für die Abrechnungsperiode erfolgen (Unterfunktion “Abrechnen”). Die Abrechnung läuft im Hintergrund und blockiert den Browser nicht.
  2. Evtl. Fehlermeldungen sowie Kommentare wie “keine Reisen im Abrechnungszeitraum” können nach der Verarbeitung im Abschluss-Manager unter “Ergebnisse” eingesehen werden (vor dem Abschluss dort bitte alte Ergebnisanzeigen löschen, siehe “Info” im Programm).
  3. Sichtkontrollen der Abrechnungen können mit den reports “Belege” oder “Buchungen unverdichtet” erfolgen. Bei Bedarf kann auch ein zusätzlicher report “Reisekostendetails” verwendet werden, in dem zu den Abrechnungspositionen bzw. Buchungssätzen noch andere Daten ausgegeben werden können (falls der Informationsgehalt der Berichte in “Reisekosten verwalten” für Sie nicht ausreicht, sprechen Sie bitte den Kundendienst an).
  4. Bei Änderungsbedarf die Rohdaten des entsprechenden Mitarbeiters bearbeiten, und dessen Reisekostenabrechnung wiederholen.
  5. Nach der letzten Korrektur ist die Abrechnung abgeschlossen. Sofern Ihre L&G-Schnittstelle nicht für den Export gespeicherte Buchungssätze benötigt, können jetzt die Auslösen/Spesen und Auslagen zusammen mit den vorkontierten Arbeitszeiten ausgeleitet werden (andernfalls folgt nun, sofern die Arbeitszeitbewertungen ebenfalls abgeschlossen sind, “Buchungssätze speichern”).

Die Spesenvorschau wird nur in seltenen Fällen benötigt. Deren Datenausgabe dauert länger, und in einigen Fällen (s.u.) stimmt das Ergebnis der vorläufigen Reisekostenberechnung nicht mit den Buchungssätzen der späteren Abrechnung überein.

Wozu dient die Spesenvorschau?

Dieses Programm berechnet Reisespesen und Auslagen on-the-fly aus den Rohdaten der Zeiterfassung. Auch dann, wenn es für den betreffenden Zeitraum bereits eine Reisekostenabechnung gibt. Auch auf gespeicherte Arbeitszeiten und andere Rechenergebnisse wird dabei nicht zugegriffen. Einsatzgebiete sind z.B.

  • Nach Änderungen von nicht zeitbezogenen Abrechnungsparametern (oder mit nur für eine Simulation erfassten Spesensätzen der Vergangenheit) kann mit der Spesenvorschau die Auswirkung gegen die gespeicherten Reisekostenabrechnungen festgestellt werden.
  • Bei Mitarbeitern, die keine Spesen/Auslösen erhalten sollen (sondern z.B. nur Auslagenerstattungen) kann mit der Spesenvorschau ermittelt werden, welche Spesen der jeweilige Mitarbeiter ohne die Abrechnungssperre erhalten würde.
  • Bei vermuteten Buchungsfehlern oder nach der Bearbeitung von Ereignissen eines Mitarbeiters kann mit der Spesenvorschau überprüft werden, ob die Fahrten/Reisen eines Zeitraumes, der nicht unbedingt der Abrechnungsperiode entsprechen muss, abrechnungsfähig aufgezeichnet sind.
  • Die Spesenvorschau kann in das Mitarbeitermenü eingebunden werden, so dass jeder Mitarbeiter über seinen persönlichen Zugang schon vor dem Monatsende seine voraussichtlichen Spesenbeträge einsehen kann. Evtl. nötige Korrekturen fehlerhafter Aufzeichnungen können so schon vor dem Monatsabschluss erfolgen. Das beugt in vielen Fällen späteren Reklamationen basierend auf der Lohnabrechnung vor, und kann somit einige Rückrechnung im Lohnabrechnungsprogramm ersparen.
  • Beantwortung von Anfragen der Mitarbeiter vor dem Monatsende …

Prinzipiell kann schon vor dem Monatsabschluss die Reisekostenabrechnung eines Mitarbeiters für den gesamten Abrechnungszeitraum erzeugt werden. Das macht z.B. dann Sinn, wenn die Kontierung im Zusammenhang mit 3-Monatsfristen oder Auslandsaufenthalten überprüft werden soll (die Spesenvorschau gibt keine Auskunft über Kontierung und Versteuerungssplitting der Pauschalen). Wenn dann später beim Monatsabschluss die Abrechnung für alle Mitarbeiter gefahren wird, werden diese Vorab-Ergebnisse einfach überschrieben.

Aufgrund der umfangreichen Berechnungen während der Datenausgabe ist die Spesenvorschau weder dazu gedacht noch geeignet mit grösseren Mitarbeiterselektionen angestossen zu werden. Auch als Anlage zur Lohn-/Gehaltsabrechnung ist sie nicht vorgesehen, dazu bitte die Belege oder Buchungssätze ausdrucken (oder eine dafür konfigurierte Primanota).

Falls Sie die Spesenvorschau dazu einsetzen, periodenübergreifende Reisen nachzuhalten:
Es ist auch möglich, im Abrechnungszeitraum nicht beendete Reisen bis zum Periodenende abzurechnen. Dafür ist nur sicherzustellen, dass zum Zeitpunkt des Monatsabschlusses bereits genügend Daten vorliegen, um die Abrechnungssituation des Periodenletzten beurteilen zu können (dazu reicht i.d.R. ein kompletter Reisetag der Folgeperiode aus, falls Sie nicht Auslösen zahlen, deren Tagessätze von der Dauer der Reise abhängig sind). Wenn das bei Ihnen möglich ist, und Sie eine Änderung der Abrechnungskonfiguration wünschen, wenden Sie sich bitte an den Kundendienst.

Handlungsbedarf: Ihr Web Browser hat grossen Einfluss auf die Latenz

Mai 16th, 2012

Ersparen Sie mir technische Begriffe! Was zum Teufel ist Latenz?

Sehr stark vereinfacht ist das die völlig überflüssige Zeit, die zwischen einer Datenanforderung (wie Drücken eines “Bericht erzeugen” Knopfes) im Webbrowser bis zur Darstellung der Ergebnisse eingespart werden kann.

Wir belästigen sie mit diesem Begriff, weil Sie Einfluss auf die Latenz haben. Je besser Sie sich ausstatten, desto weniger leiden Sie unter langen Antwortzeiten. Das gilt nicht nur für virtic- Anwendungen, sondern für (fast) alles, was Sie mit einem Webbrowser erledigen.

Die gute Nachricht ist: Sie müssen keine Software kaufen, um schneller arbeiten zu können.

Die schlechte Nachricht ist, dass Sie dennoch etwas Zeit investieren müssen, um sich das zukünftige Leben leichter zu machen. Zeit benötigen Sie, um diesen Artikel zu lesen, und um daraufhin zu handeln.

Ok, wenn Ihr Interesse geweckt ist, besorgen Sie sich jetzt bitte eine frische Tasse Tee, etwas Popcorn, und lehnen Sie sich zurück. Achten Sie darauf, dass Ihre Maus dabei in Reichweite der Arbeitshand bleibt, so dass Sie bequem scrollen (abwärts weiterlesen) können, denn Ihr Bildschirm ist nicht hoch genug für den gesamten Text.

Management Summary

Möglicherweise ist der in Ihrem Unternehmen verwendete Webbrowser ungeeignet. Er vernichtet Arbeitszeit, erzeugt Frustration bei Ihren Mitarbeitern, und kostet viel zu viel Geld, obwohl die Software-Lizenz selbst kostenlos ist.

Der Einsatz eines modernen Web Browsers lohnt sich:

Anschaffungskosten? Nur Arbeitszeit, normalerweise einmalig.

Wartungskosten? Null. Meistens.

Supportkosten? Nahezu Null. Wenn die Implementierung stimmt.

Ersparnis gegenüber veralteten Technologien? Gigantisch! Immer.

Disclaimer

virtic empfiehlt keinen speziellen Webbrowser, nur modern muss er sein.

Warum nicht? Weil der für Ihr Unternehmen optimale Browser möglicherweise nicht der ist, der für uns und viele unserer Kunden am besten geeignet ist.

Weiterhin sind die Browser-Hersteller sehr innovativ. Der heute schnellste Browser kann morgen langsamer als ein anderes Produkt sein. Und übermorgen wieder die Statistiken anführen.

Ob Sie darauf Rücksicht nehmen und Ihren Mitarbeitern den Wechsel zwischen verschiedenen Browsern ermöglichen wollen, ist alleine Ihre Entscheidung.

Wir plädieren dafür. Browser sind nicht gut oder böse. Für jeden Arbeitsplatz, inklusive des Menschen der ihn benutzt, kann ein anderer Browser optimal sein.

Zum Einstieg in die Entscheidungsfindung eine Fallstudie

Wir haben viele Kunden, bei denen WIN-XP (Windows XP) mit IE8 (Internet Explorer Version 8 oder älter) immer noch die Standardinstallation darstellt, obwohl beide hoffnungslos veraltet und im Tagesgeschäft extrem problematisch zu handhaben sind (und das ist noch sehr höflich formuliert!).

Es gibt viele Gründe, die gegen ein Upgrade des Betriebssystems (und des Browsers) sprechen. Zum Beispiel verschiedene ERP-Anwendungen, die nur mit alten Umgebungen funktionieren, Lizenzkosten, Kapazitäten der IT Abteilung und die hohen Kosten für neue Hardware, Infrastruktur, Anwenderschulungen und so weiter, die mit einem solchen Rollout verbunden wären.

Bei einem Kunden mit einer solchen Ausstattung wurde in diesem Jahr der Einsatz unserer Web- Applikation als unerträglich empfunden. Was wir verstehen. Und sehr ernst nehmen.

Um Abhilfe zu schaffen, wurden bei einigen Power-Usern verschiedene Webbrowser installiert und der Arbeitsspeicher der Rechner auf 4GB aufgerüstet.

Vergleichstests zwischen den Browsern auf diesen Arbeitsplätzen haben ergeben, dass Googles Chrome Browser die Ergebnisse am schnellsten anliefert. Die gemessenen Performanceunterschiede gegen IE8 waren gewaltig, und selbst andere aktuelle Browser wie Firefox wurden im Praxistest um viele Längen geschlagen.

(IE8 ist dermaßen veraltet, dass er für einen fairen Vergleich eigentlich nicht heranzuziehen ist. Der aktuelle Microsoft-Browser kann leider nicht unter Windows-XP installiert werden, so dass in diesem Fall der Internet Explorer als “völlig ungeeignet” ausscheidet. Dazu ist allerdings anzumerken, dass aktuelle Versionen des Internet Explorers durchaus für Web Applikationen geeignet sind. Vorausgesetzt, mindestens ein IE9 kann installiert werden.)

Unter den in diesem Anwendungsfall gegebenen Restriktionen kann Google Chrome auch ohne Administrator-Rechte vom Benutzer selbst installiert werden: Download/Installation. Dabei wird organisatorisch sichergestellt, dass unnötige Datenübertragungen an Google, die standardmäßig nicht aktiv sind, vom Benutzer nicht aktiviert werden dürfen. Vermutlich kann das auch zentralisiert sichergestellt werden.

Fazit: Google Chrome kann ohne maßgebliche Änderung der IT-Infrastruktur eingesetzt werden, und den bisherigen Standard-Browser zur vollsten Zufriedenheit der Anwender von Web Applikationen –wie virtic u.a.– ersetzen.

Hardware-Erweiterungen (Aufrüstung des Arbeitsspeichers auf 4GB bei älteren Rechnern) sind für alle Webbrowser nötig. Rechner mit aktuellen Betriebssystemen sollten natürlich über mehr Arbeitsspeicher verfügen.

(Auch wenn die Rahmenbedingungen dieser Fallstudie für Sie nicht (genau) zutreffen, werden vermutlich die Ergebnisse eines bei Ihnen durchgeführten Tests ziemlich gleichlautend sein.)

Warum ist der Web Browser so wichtig?

Wenn es Laufzeit-Probleme gibt, ist die Ursache in der Regel nicht die verfügbare Bandbreite (Kapazität des Internet Zugangs), oder der oder die Internet-Server, bei denen eine Datenanforderung letztendlich landet, sondern die Art und Weise, in der der Webbrowser mit dem Internet kommuniziert und die Ergebnisse darstellt.

Moderne Anwendungen (Web Applikationen) erfordern immer einen Webbrowser, der lokale Datenverarbeitung (client sided scripting, z.B. JavaScript Programme) sehr performant (=ratzfatz) erledigt. Ältere Browser sind dafür gar nicht geeignet, und zwischen den aktuellen Versionen der gängigen Browser-Anbieter gibt es gewaltige Unterschiede.

Bei identischem Datendurchsatz (tatsächliche Bandbreite) können verschiedene Browser für die Darstellung des gleichen 5-seitigen Berichts Zeitunterschiede von 30 Sekunden und mehr aufweisen. Das bedeutet, jeder Browser hat die darzustellenden Daten in der gleichen Zeit nach Anforderung erhalten, aber der schnellste liefert das lesbare Ergebnis nach z.B. 5 Sekunden, und der langsamste erst nach 35 Sekunden, auf dem gleichen Rechner!

Warum sollen Mitarbeiter die Wahl des Browsers haben?

Dafür gibt es zwei Gründe.

Erstens hat jeder Mensch seine persönlichen Präferenzen, und die Vertrautheit mit einem Browser, der auch privat genutzt wird, steigert die Effizienz. Das Arbeitsergebnis wird von allen Browsern nahezu gleich dargestellt, deshalb ist der Weg dahin eigentlich egal, und sollte deshalb dem Mitarbeiter überlassen werden.

Zweitens hat die Ausstattung und Konfiguration des verwendeten Rechners, ja sogar die Arbeitsgewohnheiten des Benutzers, einen wesentlichen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Browsers. Ein bestimmter Browser kann auf unterschiedlichen Rechnern im Unternehmen, obwohl Sie nach den gleichen Vorgaben eingerichtet wurden, verschieden schnell sein (und am Freitag kann es langsamer als am Montag sein!). Wenn der Mitarbeiter selbst sich den auf seinem Arbeitsplatz gut arbeitenden Browser auswählen kann, wird sie/er ggf. sogar den (sehr geringen) Aufwand zur Umgewöhnung in Kauf nehmen (die Bedienung aller Webbrowser ist selbsterklärend, so dass es eigentlich keinen browserspezifischen Schulungsbedarf gibt).

Drittens ist eine Grundausstattung jedes Rechners mit allen aktuellen Browsern einfacher und kostengünsiger zu machen, als individuelle Nachrüstungen. Moderne Browser aktualisieren sich selbstständig über das Internet, in der Regel ohne Nachfrage an den Benutzer, so dass in der IT- Abteilung auch keine Aufwendungen für die Installationen von Updates zu kalkulieren sind.

Viertens und Letztends: Zählen ist völlig überbewertet. Was wirklich zählt, ist das Ergebnis. Und das wird nur mit dem besten Browser erzielt. Und wer oder was das morgen ist, wissen wir heute noch nicht. Deshalb zählt nur, und ausschließlich nur, eine flexible Infrastuktur.

Ganz toll! Für was soll ich mich nach Lektüre dieses Sermons nun entscheiden?

Ganz einfach. Nach Abwägung aller gängigen Kriterien ist heute (Mai 2012) die beste Entscheidung der Chrome Browser von Google.

Oder auch eine OpenSource Variante dieses Browsers, wenn Sie (vermutlich unberechtigt aufgrund unfachmännischer Presseveröffentlichungen bzgl. der Geschäftsbedingungen für private Nutzung von Google Chrome und anderen Google Anwendungen) Angst vor dem “allmächtigen Datensammler Google” haben (der heute gar nichts sammelt, falls Sie oder derjenige, der diesen Browser installiert und bedient, das nicht ausdrücklich angefordert hat).

Welche Browser sind grundsätzlich für Web Applikationen –wie virtic– geeignet?

Sie sollten folgende Browser auf allen Ihren Rechnern installieren:

Chrome (Google)
Safari (Apple)
Firefox (Mozilla)
Opera
Internet Explorer (nur ab Version 9, installierbar erst ab Windows 7, alle früheren Versionen sind gänzlich ungeeignet)

Ob eine selbst-aktualisierende (Updates werden ohne Benutzeraktion selbstständig über’s Internet installiert) Version dieser Browser für das von Ihnen eingesetzte Betriebssystem verfügbar ist, erfahren Sie beim Hersteller des Browsers.

Diese Liste ist nicht vollständig. Es gibt schon heute noch andere geeignete Browser, und es wird morgen noch mehr geben.

Warum soll ich mich um diesen Mist selber kümmern?

Berechtigte Frage.

Wenn Sie all das oben Gesagte nicht selbst bewältigen wollen, fordern Sie einfach unsere Berater an. Wir führen dann die Tests in Ihrem Hause durch, und erarbeiten zusammen mit Ihrer IT- Abteilung die Implementierung der Testergebnisse. Das kostet weniger, als es Ihnen nützt. Garantiert.

Ich habe eine ganz andere Frage!

Das alles war zwar recht interessant, aber ich glaube dass der Webbrowser nicht das Maß aller Dinge ist. In meinem Fall stinkt es anderswo.

Das kann natürlich genau so sein. Bitte sprechen sie uns an. Wir werden Abhilfe schaffen, egal wie (solange wir es beeinflussen können).